EMSER ZWEIFALT
In meinen Jugendjahren war ich immer der Ansicht, dass unser Familienname nur uns vorbehalten sei und es keine andere Familie mit diesem Namen gäbe. Das ist leicht begreiflich, da der Name „Ems” tatsächlich selten ist. Bis zu meinem 37. Lebensjahr hatte ich außerhalb der Großfamilie noch nie jemanden namens Ems getroffen. Und dabei wäre es sicher geblieben, hätte ich damals nicht Kalifornien besucht. Im Jahr 1981 verbrachte ich einige Monate an der Universität in Berkeley bei San Francisco, um einen Professor zu treffen, der mir bei meiner Dissertation weiterhelfen konnte. Dies waren sehr ertragreiche Monate, was aber nicht das Thema dieses Textes ist. Eine reizvolle Universität in Kalifornien Stattdessen erinnere ich mich heute noch an eine Episode, die ich gerne mit den Lesern teilen möchte. Bei einer der zahlreichen Partys an der Universität sprach mich eine Kollegin an und fragte, ob ich schon Kontakt zu meinen Verwandten in San Francisco aufgenommen hätte. Ich war sprachlos. Verwa...