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GOTTES VORKÄMPFER

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Drei Brüder Ems saßen – sehr zufrieden – auf dem Dach der Welt, besser gesagt dem eines gewaltigen Doms. Es war der 1. Mai. Kurz vorher hatten wir ein Treffen mit einem alten Verwandten der Emser. Zum Händeschütteln hat es zwar nicht gereicht, aber immerhin konnten wir ihn begrüßen und bewundern. Danach eine kleine Pause, um sich an diesem sonnigen Tag in Mailand zu entspannen, bevor es zum Sightseeing ging! Noch am Nachmittag zuvor waren wir auf der Autobahn in Richtung Mailand unterwegs gewesen, hatten den Comer See zügig passiert und waren bald im weiten Becken des Po in der Lombardei gelandet. Im Großen und Ganzen folgten wir der Route, die fast 800 Jahre lang von vielen deutschen Königen benutzt wurde. Diese Herrscher reisten mit großem Gefolge und Pomp, um sich in Pavia mit der Eisernen Krone zum König von Italien krönen zu lassen und anschließend in Rom vom Papst zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Es kam aber auch vor, dass sie mit einem großen Heer drohend nach Süden zo...

WO ALLES BEGANN

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In der Chaplutta Sogn Pieder Drei Ems-Brüder haben sich auf eine Reise in die Vergangenheit begeben, zurück in das Jahr 800 n. Chr. Unser Herrscher Carolus, Rex Francorum, wird gerade in Rom zum Imperator gekrönt. Wir befinden uns in einer neu erbauten kleinen Kirche, oder "chaplutta", wie sie unser monstrator (Führer) nennt. Sie steht auf einer Anhöhe mit Blick auf den Rhenus Alpense (Alpenrhein), etwa 2,7 milliarii (4 km) flussaufwärts von Curia Raetorum (Chur). Der monstrator erklärt uns das alles auf Latein, allerdings in einem sehr eigenartigen Dialekt, den ich kaum verstehe, obwohl ich die Sprache seit meiner Studienzeit in Vindobona fließend beherrsche. Nur 35 Jahre zuvor, so erzählt er uns, saß ein monachus (Mönch) im scriptorium der residentia Episcopi Tellonis (des Bischofs Tello) in Curia Raetorum, spitzte sorgfältig seine Gänsefeder, tauchte sie in ein kleines Fässchen mit Tinte aus Gallnuss, Vitriol und Wein und schrieb in mühsamer Kleinarbeit einen Namen mit fün...

HIMMLISCHES GÖNNEN

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Beschlüsse gefasst in der Konstanzer Synode von 1567 in Elmar Kuhn (1988), Die Bischöfe von Konstanz Manchmal macht es Spaß, in alten Dokumenten zu blättern. Die Urkunde auf dem Bild bezieht sich auf Deklarationen und Verordnungen, die 1567 von einer Bischofssynode in Konstanz erlassen wurden, um die Beschlüsse des Konzils von Trient umzusetzen. Dieses 19. ökumenische Konzil hatte die Aufgabe, die katholische Kirche zu reformieren und damit dem aufkommenden Protestantismus entgegenzuwirken. Was hat das mit den Emsern zu tun? Eine ganze Menge! Der zweitälteste Sohn Wolf Dietrichs von Ems (und Bruder Jakob Hannibals I.) war als Kardinal päpstlicher Legat auf dem Konzil. Nachdem das Konzil seine Beratungen abgeschlossen hatte, oblag es ihm als Fürstbischof von Konstanz , die Beschlüsse des Konzils in seiner Diözese durchzusetzen. Und so geschah es! Der große Kirchenfürst Merk Sittich III. von Ems (1533-1595) verbrachte seine Kindheit wie sein älterer Bruder Jakob Hannibal I. in der Obhu...

FORTES FORTUNA ADIUVAT

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Modell der ehemaligen Festung Hohenems Das Bild zeigt eine gewaltige Festung, die über einem schier unüberwindbaren Abgrund thront. Es handelt sich um die Festung Alta Amisa, auf Deutsch Alt-Ems oder besser Hohenems genannt. "Alta" bedeutet übersetzt "hoch", was die Lage sehr gut beschreibt. Leider sind von dem einst imposanten Bauwerk nur noch wenige Ruinenreste übrig geblieben. Ich habe dieses Bild in der Vitrine des kleinen Stadtmuseums von Hohenems entdeckt und den Himmel "hineingezaubert", um eine Perspektive zu zeigen, die an das 16. Jahrhundert erinnert. Damals diente die Burg noch als Residenz der Emser, bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts.  Nach der Fertigstellung des Palastes und seines Umfeldes präsentierte sich Hohenems ab dem frühen 17. Jahrhundert aber wie im nächsten Bild. Auf der Anhöhe in der Mitte thront noch deutlich sichtbar die Festung. Weiter links im Hintergrund ist die zweite Emser Burg "Neu-Ems" zu erkennen. Das neugebaut...